Dienstag, 26. August 2014

25.08 bis 26.08.2014

Montag, 25.08.14

Das Regentief hat über Nacht wieder zugeschlagen, aber morgens reißt die Wolkendecke doch etwas auf, so daß ich meine Tour fortsetze. Es geht Richtung Norden immer auf den Atlantik zu. Mein Ziel ist die Atlantikroute, die von Bud nach Kristiansund verläuft und recht spektakulär sein soll.
Bis Bud, ca 50km, schaffe ich es bis Mittag, aber dann schlägt der Regen wieder zu, so das ich beschließe den hiesigen Campingplatz aufzusuchen. Die Atlantikroute will ich mir unbedingt bei besseren Wetter anschauen. Bei solchem Regenwetter hat man auf dem Fahrrad keinen Blick für sowas.
Die Campingplätze muß ich sagen sind hier meistens gut ausgestattet. Bisher hattte jeder Campingplatz sogar eine Küche oder zumindest eine Kochplatte, was mir sehr entgegenkommt. Aber schon allein wegen der heißen Dusche abends suche ich hier Campingplätze auf, das habe ich bei dem kühlen Wetter und den schweißtreibenden Etappen hier dringend nötig,
auch wenn Dusche meist extra kostet. Insgesamt muß man sagen sind die schon nicht ganz billig, die Campingplätze hier, aber gegenüber den sonstigen Preisen in Norwegen noch relativ billig.
Das Preisniveau in Norwegen ist schon heftig, ich bin immer noch verblüfft, wenn ich im Supermarkt hier das kleine Häufchen Lebensmittel vor der Kasse sehe und schon wieder um die 50 Euro dafür rüberschieben muß, obwohl ich schon wirklich das billigste hier einkaufe.
Aber was solls, essen muß 'mer ja schließlich.

Dienstag, 26.08.14

Es regnet, was sonst, die Nacht über bis morgens 9 Uhr. Schleunigst zerre ich danach mein Zelt aus der Pfütze in der es mittlerweile steht.
Eigentlich soll es ab heute mit dem Wetter hier besser werden, schau mer mal. Also ab auf die Atlantikroute. Bis Vevang ist die aber ein Reinfall, es gibt nur einen Aussichtspunkt auf den Atlantik und der ist von einer Baustelle besetzt, ansonsten verläuft die Route schön im Hinterland.
Ab Vevang wird es dann aber wirklich sehenswert. Die Route besteht hier aus Dämmen und Brücken die kleine Inseln verbinden, so hatte ich mir das vorgestellt und komme jetzt nur entsprechend langsam vorwärts, da es alle 10m ein neues Fotomotiv gibt.
Die Route ist hier auf allen freien Flächen mit Karawans vollgestellt, erinnert mich irgendwie an Motten die vom Licht angezogen werden.
Hier treffe ich seit langem mal wieder auf einen französischeen Fernradler, mit dem ich ein kurzes Schwätzchen mache.
Kurz vor Kristiansund ist dann Schluß für mich, an einer Tollstation vor dem Tunnel, der unter dem Atlantik nach Kristiansund reinführt.
Man sagt mir hier, das ich da auf keinen Fall mit dem Fahrrad durchkomme. Eine Umfahrung würde mich mindestens 30km kosten, stelle ich fest, Mist.
Zum Glück entdecke ich ein Stück weiter vorn eine Bushaltestelle und wenig später nimmt mich dann auch ein Bus mit nach Kristiansund. Der Atlantiktunnel ist wirklich ewig lang, Platz zum Ausweichen gibts da auch nicht wirklich, gut das ich das nicht mit dem Fahrrad gefahren bin.
Bis zum nächsten Campingplatz sind es dann in Kristiansund noch 5km und ich stecke mitten im Feierabendverkehr, ich hasse es mit dem Fahrrad mich durch fremde Städte zu quälen und das noch bei dem Verkehr, so sehe ich leider nicht viel von der Stadt und bin froh das ich auf dem Campingplatz ankomme.
Mittlerweile scheine ich hier der einzige zu sein der mit Zelt campt, ansonsten sehe ich in den letzten Tagen nur noch Karawans, kein Wunder bei dem Wetter.




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