Montag, 04.08.14Heute ist großer Reisetag. Zuerst geht es mit der Bhan nach Berlin Hauptbahnhof.
Von hier wollte ich mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren. Also Navi an, "Berlin Tegel" eingegeben, 10km verrät mir mein Navi.
Na da sollte ich mich sputen, im Berliner stop and go können 10km ganz schön viel sein. Nach 10 km schwant mir etwas Tegel ist für mein Navi nicht gleich Flughafen,
sondern irgendein Punkt nördlich vom Flughafen. Die Terminals sind aber südlich. Mist, jetzt muß ich den Flughafen auch noch umrunden und mich ganz gewiß noch mehr sputen.
Trotz das die Zufahrt zum Terminal für Radfahrer nicht so leicht erreichbar ist, erreiche ich aber noch rechtzeitig den Flieger.
Der Rest läuft nach Plan. Beim Fliegen schwanke ich immer zwischen Faszination und ängstlicher Hilflosigkeit und versuche der Faszination die Oberhand zuzuschieben.
Vom Osloer Flughafen geht es dann noch mit Hochgeschwindigkeitszug die 50km bis Oslo Zentrum. Hier werde ich von feinstem norwegischen Wetter begrüßt, es gewittert und regnet in Strömen.
Nach ein paar Besorgungen in der Innenstadt geht es dann zu Eckeberg Camping, ca 200m über dem Osloer Hafen gelegen, so kriege ich heute nach Großstadtrumgekreuze noch die ersten Höhenmeter
in strömenden Regen. Normalerweise hat man von hier oben gute Sicht auf Oslo. Für mich aber heute nicht mehr.
Ich seh nur zu das ich schnellstens mein Zelt aufbaue und im halbwegs Trockenen verschwinde.Dienstag, 05.08.14
Der Himmel ist bedeckt, alles grau, aber es regnet nicht. So geht es heut auf Tour.
Zuerst muß ich Oslo zu einem großen Teil vo Ost nach West durchqueren. Zu einem Sightseeing nehme ich mir heute aber nur wenig Zeit. So geht es heut nur schnell an der Oper, am Hafen und Königspalast vorbei.
Ich will auf Strecke. Der höchste Punkt ist 500m heute. Kein Problem ..dachte ich. Aber nach den ersten km außerhalb der Stadt verwandelt sich die Strecke in eine Schotterpiste, die gnadenlos auf und ab geht.
Hier sind nur Mountainbiker und Wanderer anzutreffen. Die Strecke führt über die Berge durch endloses Waldgebiet zum Tyrifjorden. Als ich endlich den Wald hinter mir lasse und wieder auf Asphalt stoße, liegt plötzlich der Fjord unter mir und entschädigt mit seinem Anblick ein bißchen für die Strapazen. Eigentlich wollte ich in Vik am Fjord campen. Leider stellt sich heraus
das der Camping hier wohl schon längere Zeit geschlossen ist und vorsorglich sind auf dem Gelände auch Schilder angebracht das Camping unerwünscht ist. Klasse, das heißt für mich, ich muß, mittlerweile 20Uhr, wieder 10km zurück und hoffen

das der Camping dort offen ist. Wildcampen ist hier unten am Fjordbei der dichten Besiedlung unmöglich und ich braquche auch dringend Wasser. Aber ich habe Glück und lande auf einem kleinen idyllischen Campingplatz am See nach 60 Streckenkm, die es aber in sich hatten.Mittwoch, 06.08.14
Die ersten 10km der heutigen Strecke kenne ich ja schon. Der Fahrradweg verläuft parallel zur E16 und besteht zum Glück aus Asphalt. Kurz hinter Vik ist dann aber plötzlich Schluß mit dem Radweg, es führt nur die E16 weiter
und auf der rollt ein gottverdammter Verkehr, nichts für Radfahrer. So suche ich mir mühselig über Nebenstraßen einen Weg nach Honefoss. In Honefoss angekommen beschließe ich zum nächsten Campingplatz hier zu fahren, der ja nur 6km entfernt ist.
Also los der Campingplatz liegt an der Staatstraße 7, die sich wiedermal als unbefahrbar für Radfahrer rausstellt. Nach mehrmaligen Versuchen auf Nebenstraßen parallel zur Rv7 dorthin zu gelangen, gebe ich genervt auf.
Zurück nach Honefoss, das nächste Hotel ist meins. Ich hab hier definitiv ein Problem als Radfahrer. Die Campingplätze liegen alle an den großen Straßen, die für mich als Radfahrer nur unter Lebensgefahr befahrbar wären.
Entweder stelle ich mich in Zukunft auf Mountainbiker Trails und wildcampen ein oder ich weiß auch nicht.
Ich beschließe erst mal morgen nach Gol mit dem Zug zu fahren, vielleicht wird das dort besser.


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