Mittwoch, 13. August 2014

11.08 bis 13.08.2014

Montag, 11.08.14

Heute beschließe ich mir Flam anzuschauen und die Beine ein bißchen baumeln zu lassen. Viel gibt es in Flam
nicht zu besichtigen wie ich bald feststellen muß. Eine Ansammlung von Souvenirshops, Cafes, dem Bahnhof der
Flambahn, eine Bergbahn die durch unzählige Tunnels die Strecke zum Rallarvegen hinauffährt, die ich gestern mit dem Rad runtergefahren bin,
und natürlich den Hafen gibts hier noch, wo ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt.
Von hier startet dann auch die Fähre mit der ich morgen weiter will.
Aber es ist schon beeindruckend hier unten im Tal des Aurlandfjords zu stehen, und rechts und links von einem
ragen die Berge wie Nadelspitzen in den Himmel. Auf Dauer hätt ich hier glaub ich Angst, das mir die Steine von oben auf den Kopf fallen.








Dienstag, 12.08.14

Heute geht es mit der Fähre erst mal nach Gudvangen. Die Fahrt geht durch den Aurlandsfjord und den Naeroyfjord, der unter Weltkulturerbe steht, es ist der engste von Fähren befahrene Fjord Norwegens.
Entsprechend imposant ragen die Felsgipfel links und rechts des Schiffes in den Himmel.
An Bord wuseln scharenweise Japaner mit ihren Fotoapparaten hin und her, hier wird jeder cm² abgelichtet.
In Gudvangen habe ich dann kurz Aufenthalt um in die nächste Fähre zu steigen, die mich nach Kaupanger in den Sognefjord bringen soll. Der Sognefjord ist der größte Fjord Norwegens, 200km lang und stellenweise über 1000m tief.
Die Fahrt verläuft nicht ganz so angenehm, es nieselt wieder mal recht stark, die ständige Bewölkung ist ja hier sowieso kaum wegzudenken.
Die Schweizerin in Geilo hat mi erzählt im Juli gabs mal 7 Tage am Stück blauen Himmel, das war den Norwegern gar nicht geheuer.
In Kaupanger komme ich um 15 Uhr an. Für mich heißt es jetzt nochmal in die Pedalen treten, bis zum Campingplatz in Leikanger ca. 40km entfernt, will
ich es noch schaffen. Die Strecke dorthin verläuft direkt am Sognefjord, auf dem Weg sind 2 Tunnel, aber zum Glück gibt es als Ausweich die alte Küstenstraße noch, die ich dann ganz für mich alleine habe.
Auf dem Campingplatz hier bin ich dann so ziemlich der einzige Besucher, kein Wunder trotz des stolzen Preises, hat der Platz wenig zu bieten im Vergleich zu den anderen Campingplätzen die ich bereits kenne.











Mittwoch, 13.08.14

Nur knapp 60km werden es heute, aber ich bin heilfroh das ich die hinter mich gebracht habe und entspannt vor meiner gemieteten Hütte sitzen kann, die ich mir heute geleistet habe um
unter anderem meine ganzen Akkus wieder aufzuladen.
Die Strecke geht erstmal ruhig am Sognefjord westwärts weiter. Mit der Fähre setze ich nach Dragsviki über.
Von hier geht es dann mit der "13" nordwärts in den Svaerafjorden, der wirklich malerisch ist, alles schön gemütlich unten an der Küste lang.
Die Hölle geht danach dann los. Der Pass den ich zu überwinden habe ist 768m hoch, das heißt für mich 700 Höhenmeter in Serpentinen nach oben. Der Hammer!
Auf halber Strecke entdecke ich einen Wildbach der den Hang herunterfällt, der ideale Platz zum relaxen.
Kurzzeitig beschließe ich beim dahindösen hier, am Wildbach zu bleiben und die noch anstehenden 300m einfach zu ignorieren, hier ist momentan der beste Platz den ich mir vorstellen kann.
Naja nicht wirklich und so schleppe ich mich doch noch den Pass hinauf. Oben erwartet mich zur Belohnung wieder eine fantastische Hochgebirgswelt, ähnlich wie ich sie schon vom Rallarvegen kenne.
Karge mit Geröll überlagerte Berghänge, in Talmitte ein glitzernder See, und von den Hängen sprudelt überall klares Gebirgswasser herunter.
Eine wirklich sehenswerte, aber auch sehr rauhe Welt hier oben. Für mich heißt es noch ca. 20km größtenteils bergab zum nächsten Hüttendorf zu fahren. Campen kann man hier nicht, deshalb nehme ich eine Hütte hier, weiter will ich heute wirklich nicht fahren









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