Im strömenden Regen unternehme ich heute eine Stadtbesichtigung von Alesund. Wenn jemand einen Tip braucht wo man hier einen trockenen Unterstellplatz findet, ich kenne sie jetzt alle.
Alesund ist eine Kleinstadt mit genauso schnell abgelaufenem Stadtzentrum. Bestimmend für die Stadt ist der Hafen, oder besser die Häfen rund um die Stadt. Von Yachten bis zu den riesigen
Kreuzfahrtschiffen findet man hier alles. Meine Reise geht heut noch ein kleines Stück aus der Stadt hinaus, im Westen hinter der Stadt liegt der Atlantikpark mit einem Aquarium.
Hier kamm man hauptsächlich die norwegische Fischwelt in großen Aquarien bewundern. Hauptattraktion ist eine Pinguinfütterung. Irgendwie bin ich ein bißchen enttäuscht über das hier zu sehende,
wahrscheinlich weil ich noch aus Amerika und Kanada die dortigen riesigen Aquarien im Hinterkopf habe und für den gesalzenen Eintrittspreis hier schon etwas Vergleichbares erwartet hatte.
Was solls in Norwegen ist halt alles teuer.
Freitag, 22.08.14
Die Wolkendecke ist aufgerissen und ich sehe kleine Fetzen blauen Himmels, seit gestern abend hat es nicht mehr geregent. Schleunigst packe ich früh meine Sachen zusammen.
Die ersten 10km gehts quer durch Alesund. Durch Städte zu fahren ist immer am schwierigsten, ständig muß man sich neu orientieren und schauen wo man mit dem Fahrrad überhaupt lang kommt.
Mein GPS an Bord erleichtert mir das um einiges. Außerhalb von Städten verzichte ich mittlerweile größtenteils auf GPS, dort ist orientieren wesentlich einfacher und ich fahree dann lieber mit
traditioneller Karte. Meine Strecke führt mich heute rund um den Ellingsoyfjorden und entlang des Grytefjorden, immer entlang der Küstenlinie, was sich einfach anhört. Es geht aber immer bergauf und bergab,
nicht meher so große und lange Steigungen wie im Gebirge, aber das ständige auf und ab kostet ebenfalls viel Kraft, keine gerade Strecke, wo man mal ein paar km "fressen" könnte.
Vor Bratvag komme ich wieder durch 2 Tunnel mit 1km Länge, die sich nicht umfahren lasse, also brause ich mit Höchsttempo hindurch, wirklich unangenehm da durch zu müssen und zu hoffen das man da nicht übersehen wird als Fahrradfahrer.
Ausweich möglichkeiten gibts da keine. In Brattvag geht es dann mit Fähre hinnüber nach Dryna. Auf der Halbinsel fahre ich zur anderen Seite der Insel und habe plötzlich den tiefblauen offenen Atlantik vor mir.
Ein Anblick der mir auch gleich eine frischen böigen Wind einbringt. So geht es ab jetzt stellenweise auch noch mit Gegenwind bergauf. Die nächste Fährüberfahrt ist 25km weiter in Solholmen. Aus 1km Entfernung sehe ich vom Berghang aus die Fähre schon am Anlieger liegen
und gebe nochmal Vollgas um die Fähre noch zu erreichen. Völlig ausgelaugt komme ich unten an, zu spät um vielleicht 10 Sekunden. Mist jetzt heißt es wieder warten und da oben ziehen schon wieder dichte graue Wolken auf.
Anderthalb Stunden später gehts dann mit der nächsten Fähre im mittlerweile strömenden Regen weiter.
Auf der anderen Seite habe ich dann noch 16km bis zum Campingplatz in Molde zu radeln, glücklicherweise hört unterwegs der Regen wieder auf.
Völlig fertig für heute komme ich dort dann gegen 20 Uhr an, nach gefühlten über 100km.
Nachtrag: Hab eben nochmal mit Google maps nachgerechnet, das waren tatsächlich 112km.







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